CDU-Fraktion fordert verbesserte Telefonflatrates für mobile Geräte

Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat die Telefonanbieter Deutschlands aufgefordert, Handyverträge endlich als „echte“ Flatrates anzubieten.

Aktuell würden mobile Geräte nach Ablauf der Datenrate derartig ausgebremst, dass sie praktisch kaum noch im Internet nutzbar seien. „Wenn man so will, ist das fast mit einer Mogelpackung gleichzusetzen“, so der wirtschaftspolitische Sprecher Ulrich Thomas. Dem Kunden würden nach Ablauf der Datenrate zwar keine zusätzlichen Kosten entstehen, aber die Nutzung der mobilen Geräte sei extrem eingeschränkt oder gar unmöglich. Die meisten Anbieter würden aktuell auf eine Datenrate von 65 kbit/s drosseln. Die CDU-Landtagsfraktion fordert jedoch eine Mindestübertragungsrate von 3-5 Mbit/s. Dies würde ausreichen, um mobile Geräte hinreichend betreiben zu können. Damit bliebe für die Telefonanbieter immer noch genügend Abstand zu profitablen Produkten, wie schnelleren Datenraten, LTE oder diverse Datenpakete.

„Deutschland ist als Industrienation in Sachen Internet eine Wüste. Dies gelte sowohl für freie WLAN-Zugänge, als auch für die Nutzung von mobilen Geräten. Angesichts der technischen Entwicklungen in allen Lebensbereichen, droht die Bundesrepublik abgehängt zu werden. Das wollen wir verhindern“, so Thomas.

Dieser setzt auf die Vernunft der Telefonanbieter. Angesichts der Eigenwerbung im Hinblick auf den Netzausbau in Deutschland ziehe das Argument von technischen Grenzen bei den Übertragungsnetzen nicht mehr. „Jeder ist für seine Datenraten und Verträge zuständig, aber grundsätzlich muss eine Art Grundversorgung an Internet mit brauchbaren Übertragunsgraten in ganz Deutschland und für Jedermann zur Verfügung stehen. Aus unserer Sicht ist es erstrebenswert, dass die Telefonanbieter im Rahmen der Eigeninitiative aktiv werden. Sollten diese keine Beweglichkeit zeigen, so können wir uns auch eine Bundesratsinitiative des Landes Sachsen-Anhalt vorstellen“, so Thomas abschließend.