Bundesdelegiertentag der Frauen Union bestimmt neuen Bundesvorstand

Sachsen-Anhalt ist mit zwei Frauen im neugewählten Bundesvorstand der Frauen Union gut vertreten.

Brunhilde Liebrecht, Gründungsmitglied der Frauen Union Sachsen-Anhalt wurde mit 97,3 Prozent als Mitglied in den Geschäftsführenden Bundesvorstandes gewählt. Sabine Wölfer, Landesvorsitzende der Frauen Union Sachsen-Anhalt zog als Beisitzerin in das Gremium ein, sie erhielt 73 Prozent der Stimmen. Eva-Maria Wybrands, Ehrenvorsitzende der Frauen Union Sachsen-Anhalt, die ebenfalls nicht wieder für den Bundesvorstand kandidierte, wurde vom Bundesdelegiertentag würdig verabschiedet und hat für ihr stets wirkungsvolles Engagement viel Wertschätzung erfahren.

Annette Widmann-Mauz MdB, Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesgesundheitsministerium, wurde mit 93,2 Prozent als neue Vorsitzende der CDU Frauen Union Deutschlands gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Frau Prof. Maria Böhmer, Staatssekretärin im Auswärtigen Amt an, die nach 14 Jahren nicht wieder für  den Bundesvorstand kandidierte.  Böhmer wurde  zur 2. Ehrenvorsitzenden der Frauen Union gewählt.

 

Unter dem Vorsitz der neu gewählten Bundevorsitzenden, Annette Widmann-Mauz, verabschiedeten ca. 400 Delegierte der FU einstimmig den Leitantrag „Weichen richtig stellen – für mehr Lohngerechtigkeit“ sowie eine Reihe von Anträgen zu den verschiedenen Themenbereichen, in die sich auch die Frauen von Sachsen-Anhalt mit drei Anträgen aktiv eingebracht haben. Darüber hinaus wurde auch die Resolution „Perspektiven schaffen durch verbindliche Integration von Anfang an – Demokratie, Rechtsstaat und Gleichberechtigung leben“ verabschiedet.

Die Frauen Union ist mit 120 000 Mitgliedern die stärkste Vereinigung der CDU.

 

 

Drei Themen liegen der Frauen Union Sachsen-Anhalt aufgrund der aktuellen Entwicklungen besonders am Herzen. Die dazu eingebrachten Anträge wurden vom Bundesdelegiertentag der FU in Kassel angenommen:

 

Flucht und Asyl – frauenspezifische Verfolgung: Frauen und Kinder sind auf der Flucht und im Exil besonderen Belastungen ausgesetzt, häufig werden sie Opfer sexueller Übergriffe oder Nötigung, sie kommen traumatisiert in den Zufluchtsländern an.

Die FU tritt deshalb für eine weiblichere Flüchtlingspolitik ein, die die Belange der Frauen anders begreifen und schützen kann.

 

GAjL 4.0 – Modell für Deutschland (GAjL = Gegen Abwanderung junger und neuer Landeskinder): Ziel ist die respektvolle Integration einheimischer und asylsuchender Arbeitsuchender. In der Bundesförderung bedarf es eines Paradigmenwechsels – wenn kleine Unternehmen dabei unterstützt werden, ausländische Arbeitsuchende für freie Stellen in ihrem Betrieb zu qualifizieren, ist das ein Gewinn für beide Seiten und für die Gesellschaft.

Wissen der CDU-Mitglieder managen – Bachstage CDU: Stärken nutzen – Erfahrungen ausbauen – Potenziale entwickeln: Mit diesem Vorschlag will die Frauen Union CDU-Mitgliedern einen Wissensvorsprung ermöglichen. Ein Forum mit dem Arbeitstitel „Backstage CDU“ soll den Austausch von Wissen, Kompetenzen und Erfahrungen beflügeln.